| Organisation |
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| FAQs - Allgemein | |||||||||
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Quelle: Wikipedia
VerbandsstrukturenSowohl international als auch national ist der Drachenbootsport parallel in zwei Sportverbänden organisiert: International in der International Dragon Boat Federation (IDBF) und dem Internationalen Kanu-Verband (ICF). Nachdem eine ursprünglich vereinbarte Kooperation zwischen IDBF und ICF scheiterte, konnten sich die beiden Verbände nicht über einen Vertretungsanspruch des Drachenboot-Sports auf internationaler Ebene – insbesondere in dem Weltsportverband GAISF und in dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) – einigen. Der Internationale Kanuverband, der GAISF-Gründungsmitglied ist, betrachtet Drachenboot als Sparte des von ihm vertretenen Kanusports. Die IDBF bemühte sich ebenfalls um Aufnahme und wurde (nach zwei vergeblichen Anläufen 2005 und 2006) am 27. April 2007 auf der Annual General Assembly der GAISF als Fachverband für Drachenbootsport aufgenommen. ICF und IDBF streiten seitdem darüber, ob damit ein Alleinvertretungsanspruch der IDBF für den Drachenbootsport verbunden ist oder nicht. Die Drachenbootwettkämpfe im Rahmen der World Games 2005 und 2009 wurden unter Verantwortung der ICF durchgeführt. In Deutschland ist der Drachenbootsport seit 1990 im Deutschen Drachenboot-Verband (DDV) organisiert, der seit 1991 Deutsche Meisterschaften ausrichtet. Nachdem ein bereits ausgehandelter Zusammenschluss des DDV mit dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) am Votum der DDV-Mitglieder scheiterte, gründete der DKV 2004 ein eigenes Ressort "Kanu-Drachenboot" und richtet seitdem separate Deutsche Meisterschaften aus. Der DDV ist Mitglied der International Dragon Boat Federation (IDBF) und der European Dragon Boat Federation (EDBF); der DKV gehört der International Canoe Federation (ICF) und der European Canoe Assosiation (ECA) an. National ist der DKV als Fachverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisiert und betrachtet sich dort als Vertreter des Drachenbootsports. Der DDV bemüht sich ebenfalls um Aufnahme in den DOSB, ein Aufnahmeantrag in die Vorgängerorganisation Deutscher Sportbund wurde Ende der 1990er-Jahre (aus formalen Gründen) abgelehnt.
VereineDrachenbootteams gibt es sowohl in eigenständigen Drachenboot-Vereinen als auch als Abteilungen in anderen Sportvereinen. Bei Letzteren handelt es sich überwiegend um Kanuvereine, da dort die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist (Bootshaus in Wassernähe, Umkleide- und Krafträume, Lagermöglichkeiten). Z.T. haben auch Ruder- und Mehrspartensportvereine Drachenbootabteilungen. Im Oktober 2007 waren im Deutschen Drachenboot-Verband 11 Vereine und im Deutschen Kanu-Verband 94 Vereine mit einer Sparte „Kanu-Drachenboot“ organisiert. Neben den im Verein organisierten Drachenbootfahrern nehmen – vor allem im Rahmen von sommerlichen Volksfesten – in großer Zahl auch nicht in Drachenboot-Vereinen organisierte Betriebsmannschaften oder andere Sportgruppen an Regatten teil.
WettkampfsportDer in den Verbänden organisierte Wettkampfsport verzeichnet seit den 1990er Jahren eine zunehmende Professionalisierung und Reglementierung. Dieser Prozess wurde insbesondere durch die Gründung von Vereinen und deren Organisation in Verbänden vorangetrieben. So wurde beispielsweise 1994 durch die IDBF Standards für Renn-Drachenboote und durch die EDBF Standards für Renn-Drachenboot-Paddel festgelegt. In Deutschland haben sowohl der Deutsche Drachenboot Verband (DDV) als auch der Deutsche Kanu-Verband (DKV) eigene Wettkampfbestimmungen verabschiedet, die die Durchführung von Wettkämpfen innerhalb des jeweiligen Verbandes regeln, sich im Kern aber nur wenig unterscheiden. Beide Verbände organisieren eigene Deutsche Meisterschaften und Landesmeisterschaften. International richtet die IDBF seit 1995 alle zwei Jahre die „World Dragon Boat Racing Championships“ (WDBRC) für die besten Teams eines Landes aus. In den Jahren zwischen den Weltmeisterschaften werden die IDBF Club Crew World Championships (CCWC) für die besten Vereinsmannschaften ausgetragen. Den gleichen Rhythmus haben seit 2005 auch die Welttitelkämpfe der ICF, die im Wechsel für Vereins- und Nationalmannschaften stattfinden. Ziel der Wettkämpfe ist es, eine bestimmte Strecke so schnell wie möglich zu bewältigen. Als Streckenlängen haben sich 200/250 m (Sprint), 500 m (Kurzstrecke), 1000 m/2000 m (Mittelstrecke) sowie 3000–10000 m (Langstrecke) etabliert. Bei Breitensportveranstaltungen und Traditionsrennen sind die Strecken in der Regel nicht normiert. Wettkämpfe werden häufig auf den bereits existierenden Regattastrecken für den Kanu- und Rudersport oder auf geeigneten Wasserflächen in der Nähe von Innenstädten ausgetragen. Sowohl die IDBF als auch die ICF unterscheiden folgende Mannschaftsklassen: Open (Herren), Woman (Frauen) und Mixed. Zudem unterscheiden die Verbände noch Altersklassen.
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